6. Seneca und Marc Aurel

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Untertitel

Wie Seneca erkannte auch Marc Aurel, dass die Fähigkeit, ein glückliches Leben zu führen, unserem Wesen angeboren ist. Wir müssen nur auf das achten was wir denken, sprechen und tun.

Der Stoiker auf dem Kaiserthron, Marcus Aurelius Antonius, im Jahre 121 nach Chr. In Rom geboren, erregte ähnlich wie Seneca schon durch seinen glänzenden Geist die Aufmerksamkeit der römischen Gesellschaft, so dass er, auf Weisung Hadrians, von Antonius Pius adoptiert wurde, dessen Tochter heiratete und an den Regierungsgeschäften aktiv teilnahm. Daneben wandte er sich, nach dem Bekanntwerden mit den Lehren Senecas und Epikets, ganz der stoischen Philosophie zu, der er auch treu blieb, als er im Jahre 161 die Regierung übernahm, die bis zum Jahre 180 in seinen Händen lag.

Kein römischer Kaiser hat für die Wohlfahrt des Volkes so viel getan wie Marc Aurel, der bis zu seinem Tode 180 in Wien gleich Seneca das lebte, was er glaubte und lehrte.

Im Mittelpunkt seiner Lehre, deren Kerngedanken er in seinen »Selbstbetrachtungen« niederlegte, steht die Erkenntnis der Leib-Seele-Geist-Einheit und der Teilnahme des menschlichen Geistes am göttlichen Sein, die den Menschen verpflichtet, sich einer weisen und edlen Lebenshaltung zu befleißigen und nach Selbst-Erkenntnis und Selbstverwirklichung zu streben.

Sein Ideal war das des Plato: »Die Völker werden erst dann glücklich sein, wenn die Weisen die Geschicke der Völker lenken oder wenn die Leiter der Völker Weise sind.«

Ganz im Geiste Senecas lehrte er, »dass alles im Leben auf Meinung beruht, alles eine Frage der Einstellung ist. Alexander der Große und sein Mailtiertreiber hatten bei ihrem Tode das gleiche Schicksal. Wer am längsten lebt und wer früh stirbt: beide verlieren gleich viel. Wie eng begrenzt ist das Teil der unendlichen Zeit, das dir zugemessen ist, und das Stückchen Erde, auf dem du herumkriechst...«

Diese Einsicht leitet zur Duldsamkeit und zum Gutsein: »Die Menschen sind füreinander geboren; also belehre sie oder dulde sie und tue das Gute. Denn wer sündigt, versündigt sich zuerst an sich selbst, und wer Unrecht tut, schädigt sich selbst.« Wer aber anderen beisteht, gewinnt auch für und in sich selbst besseren Halt.

Gedanken Marc Aurel werden im weiteren dort aufleuchten, wo sie Senecas Worte nach der lebenspraktischen Seite hin unterstreichen oder ergänzen und vertiefen.

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