52. Macht der Gedanken

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Untertitel

So mancher klagt, er habe schon alles versucht, aber nirgends das Glück seines Lebens gefunden. Ihm antwortet Seneca, dass die Schuld daran nicht in den Dingen und Umständen liegt, sondern in ihm selber. Glück ist nicht >Glücksache<, sondern notwendiges Ergebnis rechten Denkens und Lebens. Glück entsteht da, wo einer seinen eigenen, Wesens-gemäßen Weg geht.

Und wie kann das geschehen? Marc Aurel gibt Antwort: »Dadurch, dass man seine Gedanken, Bestrebungen und Taten aus Grundsätzen entspringen lässt. Aus was für Grundsätzen? Aus solchen, nach denen nichts für den Menschen ein Gut ist, das ihn nicht gerecht, besonnen, mannhaft und frei gesinnt, edelmütig und gütig sein lässt.

Glücklich ist, wer sich durch rechte Richtung seines Denkens ein glückliches Leben bereitet. Jedes Wesen ist zufrieden, wenn es ihm wohl ergeht. Einem denkenden Wesen geht es wohl, wenn in seine Gedanken, seine Vorstellungen nichts Falsches, Unwahres, Ungewisses gerät, wenn es seine Triebe und Taten nur auf gemeinnützige Ziele richtet, seine Neigungen und Abneigungen allein dem zuwendet, was von ihm selbst ausgeht, und wenn er alles ihm Zufallende als ihm zukommend mit Zustimmung aufnimmt und das Beste daraus macht.

Jedes Leben fließt glücklich dahin, wenn sein Träger richtig denkt und handelt: weise und gütig, gerecht und liebevoll gegenüber allem, was lebt.

Mögen andere denken, sagen und tun , was sie wollen – sie müssen es ja vor sich selbst und dem Schicksal verantworten -- ; dir obliegt es, recht zu denken und zu handeln. Deine Aufgabe ist es, du selbst zu sein und dem Smaragd zu gleichen, der seine Farbe behält, einerlei, wie er bewertet, wofür er gehalten wird und was mit ihm geschieht.

Was immer du von der Zukunft erhoffst, kannst du schon jetzt sein und haben, wenn du dein ganzes Denken, Wünschen und Wollen darauf gerichtet hältst, und wenn du dabei nicht missgünstig gegen dich selber bist. Es wird dir werden, sowie du alles Vergangene beiseite lässt, das Zukünftige der Vorsehung und dem inneren Genius anheimstellst, in allem Geschehen der in ihm waltenden göttlichen Weisheit vertraust und dich gelassen bemühst, die Gegenwart zu meistern.«

Wenn du äußere Umstände nicht unmittelbar ändern kannst, dann mittelbar durch die Macht deiner Gedanken, die dir helfen, das Unerwünschte zum Schwinden, das beharrlich Bejahte zum Vorschein zu bringen. Wohl dem, der gelernt hat, den Segen rechten Denkens sich und seiner Umwelt in vollem Masse dienstbar zu machen! Das Kraftfeld seines Wesens ist in ständigem Wachstum begriffen und bewirkt, dass immer mehr Umstände und Dinge ihm entgegenkommen und ihm dienen.

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