26. Glücksicherung

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Untertitel

Alles Leben will Glück. Glück ist eine Bestimmung. Aber die meisten missverstehen Sinn, Weg und Ziel ihres Lebens. Sie verlassen die rechte Bahn und kommen in unwegsamen Sümpfen beiderseits des sicheren Weges elendig um.

Sie jagen einem >Glück< nach, das in Wahrheit keines ist. Sie suchen vergängliche Genüsse und glauben, in ihnen schwelgend, das sei das Leben... Auf der Glücksjagd übersehen sie, dass das Glück am Wege auf sie wartet und sie ruft. Immer wieder jagen sie an ihm vorbei – bis der Tod ihr Rasen endet ... Wohl ihnen, wenn sie rechtzeitig lernen, mit dem Zauberstab rechten Denkens selbst aus Fels und Wüste erquickende Glücks-Quellen zu schlagen, wozu Seneca den Weg weist:

»Keiner kann glücklich genannt werden, der keinen Sinn für das Rechte und Wahre hat. Er mag oft Glück gehabt haben und doch nie glücklich gewesen sein. Und schließlich erwacht er und fragt: >Warum bin ich zu einem im Grunde glücklosen Leben verurteilt?<

Das Schicksal antwortet ihm: >Du hast dich selbst verurteilt, niemand sonst. Du denkst falsch, und darum lebst du falsch. Stirb – oder erneuere dein Denken! Dann wirst du erkennen, dass Leben Selbstsein und Glücklichsein heißt!<

Das Glück ist weder Wahn noch Rausch, sondern Wirklichkeit. Es ist aller Wesen innerster Besitz und darum unvergänglich wie sie. Es ist die Grundlage des Lebens. Aber die meisten fühlen den Boden nicht mehr, auf dem sie stehen. Ihnen ging die Bodenständigkeit, das innere Verwurzelt-sein im Reiche des Glücks verloren, weil ihre Sehnsucht von tausend Dingen fort gelockt und fortgetragen wurde. So kommt es, dass sie wähnen, ihr Leid sei unabänderliches Verhängnis. In Wahrheit ist Unglück Mangel an Einsicht, Nichterkennen der Pfade, die zur Fülle des Lebens führen.

Die Wahrheit ist, dass das Glück jedem bestimmt ist. Glück ist Weisheit, und Weisheit ist Glück. Glück ist Liebe, und Liebe ist Glück. Glück ist das volle Leben, und das volle Leben ist Glück. Glück ist Selbstsein, und Selbstsein ist Glück. Glück ist Vollkommenheit, und Vollkommenheit ist Glück.«

Marc Aurel zieht aus dieser Erkenntnis die praktische Folgerung:

»Wer glücklicher werden und sein will, mache sich eine optimistische, bejahende Lebenshaltung zur Gewohnheit. Er gewöhne sich an die Nichtbeachtung des Leidigen und ans stets Aufgeschlossen sein für alles Erfreuliche und Gute. Er folgt dem Beispiel der Sonnenuhr, die nur die Sonnenstunden verzeichnet.«

Wer so lebt, ist von innen her glücklich. Und dies Glücklichsein allein ist von Dauer.

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